Dienstag, 17. Januar 2012
Im zweiten Spiel der Europameisterschaft trifft die deutsche Mannschaft heute auf Mazedonien. Das vermeintlich leichteste Spiel dieser Titelkämpfe hat es aber in sich, denn für Mazedonien ist es im serbischen Nis quasi ein Heimspiel - wie man am Sonntag verfolgen konnte. Die DHB-Auswahl von Martin Heuberger steht unter Druck und kann sich keine Niederlage mehr nach dem 24:27 gegen Tschechien erlauben. Mit Andreas Pfahl ist ein früherer Dormagener mit von der Partie. Zeitgleich ab 18.15 Uhr spielt Andrej Petro mit der Slowakei in Belgrad gegen Polen. Der Kreisläufer des DHC Rheinland ist nach seinem im Dezember erlittenen Fingerbruch wieder einsatzfähig. Gegen die favorisierten Dänen hielt die Slowakei am Sonntag im ersten Spiel lange mit, verlor aber mit 25:30. Aus Belgrad kamen Antworten von Andrej Petro auf drei Fragen.
Andrej, bist du denn nach deiner Verletzung schon wieder fit?
Andrej Petro: "Ja, ich bin einigermaßen fit, der Finger tut allerdings immer noch weh. Aber wenn ich auf dem Spielfeld bin, dann sind die Schmerzen vergessen."
Die Slowakei ist in einer sehr schweren Gruppe. Wie siehst du die Chancen deiner Mannschaft bei der Europameisterschaft?
AP: "Ja, die Gruppe ist sehr schwer mit Dänemark, Polen und Gastgeber Serbien. Von der Papierform sind wir sicher nicht der Favorit, zumal einige unserer wichtigen Spieler verletzt sind und gar nicht mit nach Serbien kommen konnten. Deshalb können wir aber ohne Druck spielen. Wir haben auch schon gegen Dänemark gezeigt, dass wir schönen und guten Handball spielen können. Und dann werden wir mal bis Donnerstag schauen, ob es möglich ist, die Hauptrunde zu erreichen..."
Wer wird deiner Meinung nach Europameister?
AP: "Für mich sind die größten Favoriten Frankreich, Dänemark und Serbien. Man hat aber gestern schon gesehen, dass auch Frankreich nicht unschlagbar ist."